Es geht richtig gut mit der Höhe. Unsere Sauerstoffsättigung ist wieder um die 95% wir freuen uns sehr. Und so sind wir guten Mutes für den Aufstieg heute zum Potala Palast. Von 1642 bis 1959 war er die offizielle Residenz und der Regierungssitz der Dalai Lamas, obwohl das massive Bauwerk eine kleine Welt für sich darstellt. Er wurde im 7. Jahrhundert vom 33. Herrscher seiner Dynastie, König Songtsen Gangpo, erbaut, ist aber dank kontinuierlicher Renovierungsarbeiten noch immer in überraschend gutem Zustand. Der Palast liegt auf dem Berg Marpori der sich 130 Meter über Lhasa erhebt. Seit 1994 gehört er zum UNESCO Weltkulturerbe. Den Aufstieg über 100 Höhenmeter sind wir langsam angegangen und haben ihn sehr gut gemeistert.

Die Räume die wir mit all den Pilgern sehen durften waren mehr als beeindruckend. Auch hier ist wie in allen andern Tempeln das Fotografieren nicht erlaubt. Man kann es kaum in Worte fassen. Der vergoldete Buddha Maitreya (China) bzw. Jiawaqiangba (Tibet) bewegt Sylvia wieder ganz tief. Dann die prunkvollen Geschenke die hier aufbewahrt werden. Die Gemächer der Dalai Lamas hinter Vorhängen geschützt. Die Stubas der verstorbenen Dalai Lamas, dann die Mandalas Abbilder des Kosmos. Die handgefertigten Buddha Statuen und Fresken.

Wieder unten angekommen (die vielen Treppen geht es auf der Hinterseite wieder runter), gehen wir erstmal Kaffee trinken. Das Summit Café war das erste in Lhasa vor 20 Jahren. Wir bummeln noch etwas in der Altstadt und Sylvia kauft noch Steine ein.

Der Jokhang Tempel ist gleich um die Ecke. Das beliebteste Pilgerziel der Tibeter. Es ist bevölkert mit vielen betenden Tibetern. Viele werfen sich auch auf den Boden und das mehrmals hintereinander. Wir laufen einmal im Uhrzeigersinn um den Tempel und bewegen die aufgestellten Gebetsmühlen. So, jetzt geht es rein. Oh weh, das sind richtig viele Menschen. Betende wie auch Touristen. So langsam finden wir, dass sich die Tempel sehr ähneln, wir sind aber auch überhaupt keine Profis in Sachen Buddhismus. Jetzt kehren wir noch in ein tibetisches Teehaus ein und es gibt gesüssten Milchtee.

Im Hotel angekommen haben wir einen WhatsApp Status vom Potala Tempel gemacht. Plötzlich bekomme ich eine Nachricht einer ehemaligen Arbeitskollegin ob wir auch in Lhasa sind. Auch??? Soll das heissen sie auch??? Und so haben wir uns in einer Rooftop Bar getroffen und 1,5 Stunden gequatscht. Das war echt cool. Ihre Eltern treffen wir hoffentlich in Hongkong wieder.

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