Ausgeschlafen, wir gehen kurz nach 8 Uhr zum Frühstück, denn bis 11 Uhrpassiert gar nichts. Markus gönnt sich eine Massage inkl. Fusspflege, ihr solltet mal den Rücken sehen, knallrot. Aber wenn’s hilft.
Inzwischen passieren wir mit dem Schiff die Qutang Schlucht. Ist schon beeindruckend, wie die Felsen plötzlich in die Höhe ragen. Es kommt sofort starker Wind auf bei der Durchfahrt. Leider regnet es auch ein bisschen. Dafür haben wir die guten Regenjacken.
Nach dem Mittag Essen fahren wir durch die Wu Schlucht. Er misst 46 km. Hier regnet es jetzt richtig. Die Felsen tauchen langsam aus dem Nebel auf.
Am Nachmittag können wir den Shennv Stream oder auch Goddess Stream anschauen. Dafür laufen wir über einen schwimmenden Steg bis zur Anlege Stelle wo kleinere Boote auf uns warten, die uns in die Schlucht fahren. Ein lokaler Guide, führt uns super charmant durch diese Stunde der Rundfahrt. Sie wohnt in den Bergen hier. Sie erzählt uns, dass auch die im Jahr 2003 ihre alte Heimat verlassen mussten, weil das Land beim Bau der Dämme geflutet wurde. Der Goddess Fluss ist nun ca. 80 Meter tief. Und vor der Flutung nur wenige Meter. Hier oben gibt es kein Krankenhaus, dafür wächst die chinesische Medizin auf dem ganzen Berg. Es gibt in den Bergen keine Transportmittel, ausser der eigenen Beine. Die Kinder laufen ca. 1 Stunde zur Grundschule. Es ist ein schöner Ausflug mit sehr unterhaltsamen Informationen. Auch wenn das Wetter nicht so toll war.
Heute Abend ist Kapitäns Dimner. Wir werden mit einem Glas Sekt begrüsst, aber nicht vom Kapitän selber. Heute kann man Auster in allen Varianten haben. Auch so ziemlich alles an Seafood. Uuuund jep, Sashimi gabs auch. Einen so starken Wasabi hatten wir noch nie. Bei der Sashimi Station sind wir gleich zweimal angestanden. Wir gönnten uns ein Glas Rotwein, war auch ganz ok. Pünktlich zum Nachtisch führte die Crew noch einen happy Tanz auf. Sie waren im ganzen Restaurant verteilt. Dann kam der junge Kapitän dazu und bedankte sich bei den Gästen und wünscht uns alles Gute. Dann gab es noch einen Geburtstag zu feiern, ach ne, es sind gleich zwei. Zurück im Zimmer packen wir die Koffer, denn die sollen bis 23 Uhr schon bei der Reception stehen. Das ist doof, ist aber einfach so. Die Zeit rennt nur so davon, schon morgen früh sind wir wieder an Land und die Schifffahrt ist schon wieder vorbei. Die etwas ruhigeren Tage haben uns gut getan.