Pünktlich werden wir von Mia und unserem Fahrer abgeholt und zum Flughafen gefahren, unterwegs sehen wir wieder unzählige Wohnsilos. Die Fahrt dauert circa eine Stunde, Mia bringt uns zum Checkin, wir müssen auch das spezielle Tibet Visum vorweisen. Am Flughafen gibt es noch Kaffee, und ein Sandwich und schon können wir einsteigen. Wir fliegen mit einem neueren A319, der aber spartanisch eingerichtet ist. Zum Essen gibt es Huhn mit Reis, für Flugzeugessen ganz gut.
Dann zum Gate, direkt in den Bus und ab aufs Rollfeld. Da steht sie, unsere Maschine nach Lahsa, alles pünktlich, gleiches Unterhaltung System wie bei Air China. Sobald wir das Flugzeug verlassen haben hiess es langsam laufen denn die Höhe von 3‘570 MüM sind eine Hausnummer. Wir nehmen schon seit gestern Diamox, ein Medikament gegen Höhenkrankheit. Es gibt keine Einreiseformalitöt, kein Visum, kein Pass vorweisen, sehr komisch…. Alex unser neue deutschsprachige Reiseführer steht schon da. Klappt alles wie am Schnürchen, einfach superklasse. Auf dem Weg nach Lhasa müssen wir auf einmal an einem Kontrollpunkt aussteigen. Aha, also doch… Passkontrolle und Visum vorlegen. Aber nicht etwa von uns persönlich, nein, das macht Alex. Das fühlt sich alles komisch an. Apropos, auch Sylvias Hände fühlen sich etwas taub und kribbelig gleichzeitig an. Alles normal versichert Markus. Die Landschaft ist richtiges Gebirge. Der Boden eher braun, aber es wird schon ausgesät, Raps, Weizen und Gerste. Die Bäume spriessen auch, einige Büsche blühen bereits. Am Kyi chu (glücklicher Fluss) vorbei, durch einen neuen Tunnel zur Hauptstadt Tibets. Auch hier sind diese Hochhäuser wieder. Es leben200‘000 Menschen in Lahsa. Im ganzen Gebiet mit den Bauern sind es 1 Million Menschen. Unser Hotel ist wieder mitten drin. Was uns sehr erstaunt ist, dass es an der Sonne richtig warm ist, sicher 20 Grad, im Schatten und mit Wind wird es wieder frisch. Alex meint, die dicke Jacke braucht es nur morgens und abends.
Auf den Buchstaben steht Willkommen im Tibet
Im Zimmer haben wir erstmal die Heizung angemacht, 17 Grad ist schon sehr frisch. Uiiii, ein Luftbefeuchter, jaaaa den haben wir auch gleich in Betrieb genommen. Sag mal Markus, wird dir auch nicht mehr warm, egal was Du anziehst? Ich glaube es ist Zeit Energie zuzuführen. Nach einer Nudelsuppe und ein paar Dumplings funktioniert die Verbrennung wieder und das Kribbeln in den Händen ist auch weg. Das alte Dorf ist richtig hübsch. Neben Touristen sieht man auch Mönche unterwegs. Der Heimweg führt uns über einen Markt mit Steinen, flache, runde, grosse, kleine, mit und ohne Loch, alle Farben. Da müssen wir morgen mal Alex fragen wie das hier so läuft. Nun erstmal gute Nacht.

