Heute checken wir aus dem Hotel aus und verbringen den Morgen noch in Beijing.
Die Strasse im Beiluogouxian ist genau in der Mitte von Peking. Sie wurde in der Ming Dynastie gebaut. Es scheint alles auf Touristen ausgerichtet zu sein. Ist es auch, aber so konnten die alten kleinen Strassen auch so bleiben und wurden nicht modernisiert, eigentlich eine schöne Sache. Nach einer Weile fühlten wir uns nicht mehr wie in Disneyland.
In einer kleinen Nebenstrasse gab es früher diese riesigen Zigaretten zu kaufen. Man konnte es sich gerade vorstellen wie es hier früher roch und wie es geschäftig zu und her geht. In einem der Schaufenster gab es einen wunderschönen dunkel blauen Fächer aus Holz mit kleinen gemalten Blümchen. Soooo schön… aber die Reise dauert noch zu lange um ihn zu kaufen, nicht dass er noch kaputt geht unterwegs.
Wir schlendern weiter und kommen an den Schichahai See. Richtig hübsch hier. Es gibt beim Mountain Cafe mal richtigen Kaffee. Auch mit Hafermilch von Oatly.
Es erinnert ein wenig an Amsterdam, die Brücken, die Läden, sogar die Fahrräder. Das Gebiet gehörte dem Bruder ders Kaisers.
Es ist Frühling und auch in Peking ist er sehr schön.
Eine Riksha Fahrt… Sylvia war nicht so begeistert. Aber wie heisst es so schön, der Hunger kommt beim Essen. 25 Minuten entlang des Sees und durch die kleinen Gassen. Sehr entspannt, der Frühling weht um die Nase, sehr schön. Der Flieder blüht auch schon und duftet betörend.
Und wir hatten einiges zu Lachen mit unseren Fahrer. Am Anfang war er eher schwerfällig aber dann begann er jüngere Fahrer herauszufordern. Es war ein Spass.
Und nun? Beijing ade und los mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Xi‘an.
Aber erstmal durch einen Security Check. Spraydosen über 150 ml sind nicht erlaubt, dessen waren uns überhaupt nicht bewusst. Und so bleibt der Haarschaum von Sylvia in Beijing. Und wer sie kennt, der weiss, sie fand es kein bisschen amüsant. Pro Jahr reisen hier ca. 65 Mio Passagiere, unsere Fahrt nach Xi’an über 1250 Km dauert 4,5 Stunden und ist super Pünktlich.
Ohne unseren Guide Andy hätten wir den Zug nicht so entspannt gefunden. Nochmal den Pass zeigen, der ist mit dem Ticket verlinkt. Und dann heisst es Abschied nehmen. Dankeschön Andy, wir hatten eine gute Zeit mit Dir und unserem Fahrer.
Wir sitzen bequem in einem Zweiersitz mit viel Beinfreiheit. Jetzt flitzen wir mit 350 km/h durch die Gegend. Vorbei an riesigen Feldern, Obstbaum Plantagen, Gewächshäusern und Baumalleen.
Die Geschwindigkeit ist sehr beeindruckend. Man kann kein scharfes Foto mehr aus dem Fenster machen. Aber die Aussicht ist unfassbar. Die Weiten, die Felder. Und wieder gigantische Wohnsilos im Vorort einer Stadt. Unvorstellbar so zu leben. Die Landschaft verändert sich, es wird hügelig, Terrassen sind in die Hügel geschlagen. Ob das noch Reisterrassen sind? Nun gibt es auch ab und zu verlassene Ortschaften mit zerfallenen Backsteingebäuden. Und immer wieder riesige Baustellen. Für Brücken, breite Strassen und Wohnsilos. Man kann es kaum fassen. Dieser riesige Kontrast zwischen der Moderne und dem Alten. Wir sind sprachlos. Xi‘an ist unglaublich gross. Ganze Hochhaus Plantagen. Unendlich viele, absolut surreal. 12,5 Millionen Menschen wohnen und arbeiten hier.
Mit unseren Fahrer sind wir in einer halben Stunde am Ziel. Eaton Hotel in Xi‘an Ein tolles Hotel nimmt uns in Empfang und das Visum für Tibet liegt auch schon am Empfang parat. Wunderbar, alles hat geklappt.


Hier um die Ecke kurz was Essen, es ist ja schon 20 Uhr. Die Kellnerin weist uns einen grossen Tisch zu und steht bereit mit der digitalen Speisekarte. Sie zeigt uns Huhn und Rindfleisch Gerichte. Spontan fällt uns ein Hühnertopf ins Auge. Auch ein Teller mit etwas Grünem mit etwas nicht identifizierbarem Weissem, eher schrumpelig aussehendes Etwas. Markus winkt meine Zweifel ab und somit ist auch das bestellt.
Oh mein Gott war das lecker, es war wie Kresse Salat mit grossen Blättern und rohen Walnüssen, alles mit Zitrone und Chili garniert. Herrlich…
Nur der Hühnertopf liess auf sich warten. Als dieser endlich kam war klar warum das länger gedauert hat. Auf einem Bett aus mildem Knoblauch, Ingwer und Zwiebeln lagen die Hühnerteile in einem Keramiktopf der direkt aus dem heissen Ofen kam. Garniert mit Minze. Wieder wurden wir absolut positiv überrascht. Es war toll.