Also gestern Abend ist folgendes passiert. Wir kommen am Bahnhof von Mount Huangshan an, aber kein Fahrer beim ersten Ausgang. Also raus aus dem Gebäude, natürlich im Erdgeschoss, wo sonst. Exit????? Wooooo???? Ah hier…. Immer noch kein Fahrer. Markus macht sich auf die Suche… da wird Sylvia von hinten angesprochen und ihr wird ein Schild mit unseren Namen drauf ins Gesicht gehalten. Ok, Fahrer da, Markus kommt auch wieder. Los geht die Fahrt zum Hotel. In der Nähe werden wir auf der Strasse mit unseren Gepäck ausgeladen. Und nun? Ahhh… da kommt jemand winkend auf uns zu und hilft uns mit den Koffern. Es ist schon 21:30 Uhr und entsprechend dunkel. Durch die Fussgängerzone und dann durch eine enge einsame Gasse. Wir folgen also einem völlig Unbekannten in einem fremden Land, durch enge Gassen, ein bisschen mulmig könnte es einem werden, aber wir fühlen uns sicher. Und dann kommt‘s, ein so schmuckes kleines Hotel überrascht uns völlig. Die Inneneinrichtung, das Geschmackvollste was wir bis jetzt gesehen haben. Kieselsteine, runde Fenster, hängende Blumenranken, schwebende Lichter, geschnitzte Fenster Verzierungen, ein weiches Bett, wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Und so schlafen wir glücklich und zufrieden bei offenem Fenster ein.

Heute Morgen regnet es. Markus checkt noch mal alles durch und wir entscheiden uns für den einfachen Weg auf den Mount Huangshan im Osten, schliesslich sind wir ja auch gut ausgerüstet. Mal sehen ob es etwas zu sehen gibt. Um 9 Uhr holt uns David ab und wir fahren eine Stunde mit dem Auto. Unsere Koffer werden in einem Marktgebäude zwischen gelagert. Na dann. Dann geht’s mit dem Bus von der Stadtmitte ins Tal und hoch zur Gondelbahn. Heute hat es richtig wenig Leute. Oben angekommen regnet es immer noch und sehen tut man nichts. Und dann kommt noch ein fieser Wind dazu. Es geht nicht lang und Schuhe, Socken und Hose sind nass. Wir laufen zum Hotel, es geht treppab und treppauf. Nach einer Stunde sind wir da. Der Nebel schluckt noch immer Felsen und Bäume.

Der Berg Huangshan, was auf Chinesisch wörtlich „Gelber Berg“ bedeutet, ist nach Huangdi benannt, dem Gelben Kaiser, der als Stammvater des chinesischen Volkes gilt. Der Legende nach lebte er einst auf dem Berg, um Erleuchtung und Unsterblichkeit zu erlangen. Der Huangshan ist berühmt für seine vier Wunder: die vom Wind geformten Kiefern, die spektakulären Granitgipfel, das Meer aus Wolken und die heißen Quellen.

It's cold and wet and now it's time for braised beef and a beer.

Am Abend gibt’s in der Hotel Lobby noch chinesische Volklore und es regnet weiter in Strömen.

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