Im 2025 hatten wir ja unsere Silberhochzeit und wollten keine grosse Reise machen, aber nun im 2026 stand China auf dem Zettel. Nur wie bereist man China? Aus unserer Sicht nur geführt möglich, du kannst nix lesen, kein Plan wo Tickets kaufen, es braucht fast überall eines. Also haben wir nachgeforscht, wo wir das am Besten buchen können. Zum Schluss sind wir auf Windhorse Travel gestossen, ein chinesisches Reisbüro. Wir haben es nicht bereut, von der Vorbereitung und Auswahl der Route, über die Buchung bis zum Organisieren des Fahrers der mal nicht zur Zeit da war, hat alles bestens funktioniert. Jenny hat uns bestens betreut die Kommunikation über WeChat war einfach. Wir mussten uns um gar nichts kümmern, einfach nur zur vereinbarten Zeit da sein und alles wurde für uns erledigt. Wenn man das sonnst immer selber macht ist es etwas ungewohnt.
Die Anreise mussten wir Aufgrund der Ereignisse im Nahen Osten umbuchen und waren nun über Kuala Lumpur nach Peking gereist. So konnten wir uns schon mal an die Zeitumstellung gewöhnen.
Was braucht es für China, eine Sim von China, die haben wir am Flughafen für 30 Tage gekauft. Eine Sim von Holafly die macht Roaming über Spanien, so braucht es kein VPN. Ausser Google und Whatsapp war eh fast alles erreichbar. Die Apps WeChat und Alipay sind Überlebenswichtig, Bargeld haben wir fast nur für Trinkgelder gebraucht. Die Übersetzungs App übernimmt dann den Rest das geht auch ganz gut. Von der Kontrolle der Einwohner haben wir nicht viel mitgekriegt, einzig unser Guide in Peking wurde mal kontrolliert und gefragt warum er einen VPN Client auf seinem Mobil hat.
Es ist alles in China grösser, höher, lauter und vor allem hat es unglaublich viel Menschen. Damit muss man erst mal zurecht kommen, anstehen ist nicht, man drängelt einfach bis man vorne ist. Das gilt für die Strassen wie auch für alles Andere. Aber freundlich und hilfsbereit sind sie alle, mit ein paar Brocken Chinesisch und Händen und Füssen kommt man irgendwie immer zum Ziel. Und da wir ja eine Gruppentour mit nur zwei Teilnehmern hatten, konnte auch der Guide immer mal helfen. Ausser an zwei Orten hatten wir immer mehr oder weniger deutsch sprechende Guides.
Es ist alles top organisiert und auf grosse Menschenmassen ausgerichtet, wir waren zum Glück nicht in Hauptsaison unterwegs, haben aber bei der Terracotta Armee einen Eindruck bekommen, wie es sein kann. Ohne Mia, die uns durch die Hintereingänge und gegen den Strom geführt hat, hätten wir das nie geschafft.
In den 29 Tagen konnten wir so viel erleben, neue Eindrücke, neue Kulturen und Verhaltensweisen. Körperlich war es auch fordernd mit fast 5000 Meter über Meer, den unzähligen Treppen hoch und runter, war immer wieder eine Herausforderung. Wir sind schon etwas Stolz, dass alles so gut geklappt hat und wir es durchgehalten haben.
Das Essen war durchgängig gut bis sehr gut. In Sezuan war es wirklich richtig scharf, das konnten auch wir, obwohl wir gerne scharf haben, nicht essen. Und alles muss man ja nicht essen, wie zum Beispiel Hühnerfüsse, gibt es fast überall. In Peking hat es und fast am besten geschmeckt. Die Legende vom sweet & sour chicken, das eine Europäische Erfindung sei, haben wir nicht gemerkt gibt es fast in jedem Restaurant aber viel zu süss. Allgemein ist an sehr vielen Gerichten Zucker, was nicht so ganz unser Fall ist.
China hat wirklich viel zu bieten, sie sind technologisch weit vorne, wirtschaftlich haben alle durchwegs ein wenig gejammert, weil eben auch wie bei uns alles teuer wird. Covid hat grosse wirtschaftliche Schäden hinterlassen es gibt viele Arbeitslose. In den grossen Metropolen merkt man es nicht so aber auf dem Land schon.
Es ist ein sauberes Land, es wird sehr viel geputzt. Ob auf den Strassen, oder den touristischen Orten, im Zug es rennt immer einer mit einem Besen rum. Die Strassen waren durchwegs, bis auf einige Ausnahmen in ländlichen gebieten sehr gut.
Zug fahren ist fast wie fliegen, aber clever organisiert, Es gibt am Eingang einen Sicherheitscheck ähnlich wie am Flughafen einfach nicht ganz so genau. Sylvia haben sie einen Haarschaum weg genommen, weil es mehr als 100 ml waren. Dann gibt es eine Wartehalle und die Züge werden aufgerufen, mit deinem Ausweis ist das Ticket verknüpft, das ist überall so, wir mussten noch nie soviel unseren Pass zeigen. Danach geht es aufs Perron und da sind die Wagennummern am Boden angegeben, es gibt fast nur reservierte Plätze. Die Hochgeschwindigkeitszüge sind mit bis zu 350 km/h unterwegs.
Es ist sehr schwierig eine Auswahl zu treffen es sind so viele tolle Erinnerungen, die wir mitnehmen. Menschen werden uns in Erinnerung bleiben, die unglaublichen Landschaften, die Megacity‘s, das Essen in Peking. Wir könnten jetzt wider anfangen aufzuzählen, aber das haben wir ja schon ausführlich gemacht.